Shisha / Wasserpfeife und Gesundheit
Oftmals wird heute sehr diffus über Gesundheitsschädigungen durch Wasserpfeifenrauchen bereichtet - meistens heißt es dass das Rauchen einer orientalischen Wasserpfeife wesentlich gesundheitsschädlicher sein könnte als das Rauchen von handelsüblichen Zigaretten.
Was sagt die Forschung?
Forschungen haben ergeben, dass eine "Sitzung" mit der orientalischen Wasserpfeife, umgangssprachlich auch Shisha oder Schischa genannt, die etwa 45 Minuten dauert, sogar etwas mehr Teer und Kohlenmonoxid in den menschlichen Körper abgibt als eine ganze Schachtel Zigaretten (nett wäre eine Angabe wie viel Tabak geraucht wurde und wie viele Zigaretten die Packung enthalten soll, aber ...).
Um dies zu beurteilen muß man den Aufbau der Untersuchung genauer anschauen, da beim Verbrennen des Tabaks - was beim Shisha Rauchen nicht stattfindet - natürlich im Äquiqualent zum Tabakanteil Schadstoffe anfallen.
Somit fällt es nicht schwer, die Studie anzufechten, denn eines der grundlegenden Prinzipien des Wasserpfeifenrauchens wurde dabei völlig außer Acht gelassen: Der Shishatabak wird niemals auf solch hohe Temperaturen erhitzt, wie es in dieser Studie der Fall war (600-650 Grad Celsius), sondern beim Rauchen einer Wasserpfeife wird der Tabak eben nicht verbrannt, sondern auf 100 bis 150 Grad erhitzt. Da der das karzinogene Potential und der Toxingehalt von Tabak mit steigender Temperatur dramatisch zunehmen, könnte das die Ergebnisse, die eine starke gesundheitsschädigende Wirkung suggerieren, eben in diese Richtung verzerrt haben. Des weiteren wurden ungenaue oder sogar grob geschätzte Filtereigenschaften angenommen, da noch keine wissenschaftlichen Ergebnisse zum Teerfilterverhalten einer orientalischen Shisha vorlagen.
Fazit zu Fragen der Gesundheit
Es ist immer schade, wenn Forschung nicht seriös betrieben wird, denn ein sauberer Versuchsaufbau bringt auch gute Ergebnisse und daran wäre allen gelegen. Diese Einschätzung hat wenig mit meiner eigenen Einstellung zu diesem Thema zu tun, aber wem hilft eine Studie die an der Frage vorbeigeht?
Aus meiner Sicht ist die Frage ob Shishatabak gesundheitsschädliche Substanzen enthält sicherlich beantwortet mit "Ja" und wenn man ihn in der Menge genießt, in der ein starker Raucher seine Zigaretten konsumiert, mit Sicherheit krebserregende Wirkug nach sich ziehen kann. Es gibt Shisha Tabak, von dem behauptet wird, er enthalte 0,0% Teer – das mag sein, aber der Teer entsteht ja auch erst beim Erhitzen oder Verbrennen des Tabaks.
Wir hoffen, dass es bald bessere Studien gibt, die auf seriösen Aufbauten und Daten beruhen.
Die Menge an Kohlenmonoxid, die entsteht, wenn man Shisha raucht, hängt jedenfalls auch von der verwendeten Kohle ab. Allerdings gibt es noch keine schlüssigen Studien, welche Shishakohle wie viel Kohlenmonoxid produziert, dies wäre ein Punkt, an dem man als gesundheitsbewußter Shisharaucher ansetzen könnte.
