Die Wasserpfeife und der Zeitgeist

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Im orientalischen Raum findet man die Shisha schon seit vielen Jahrhunderten. Gerade zu Entspannung und zum Ausklang des Tages erfreut sich das Wasserpfeifenrauchen größter Beliebtheit. Die Wasserpfeife, wie man Sie heute kennt, ist im Orient seit ca. 500 Jahren bekannt und wird hauptsächlich in Cafes oder gemütlichen Runden genossen. Dadurch das im Gegensatz zu Zigaretten oder anderen Rauchmethoden nicht hektisch gezogen wird, sondern langsam und gemächlich der Schlauch der Wasserpfeife herumgegeben wird, ist dieses "Ritual" ein Zeichen von Ausgeglichenheit und sozialer Betätigung. Manche Historiker verlegen den Ursprung der Shisha - Wasserpfeife nach Indien, wo man Kokosnüsse und Strohalme zu Rauchgeräten verband. Allerdings ist die Methode des Shisharauchens - der besinnliche und zeitvergessene Vorgang - kulturell eindeutig in den Orient zu verlegen, von wo aus die Wasserpfeife schließlich auch Ihren Siegeszug antrat.

Die Wasserpfeife fand erst in den letzten Jahren eine immer größere Verbreitung in Europa. Lange Zeit war sie ausschließlich im Orient zu erhalten.
Durch das Aufkommen von Zigaretten ging nicht nur der Konsum von Zigarren sondern auf von Wasserpfeifen zurück. Zigaretten waren ein schnell zu konsumierendes Gut.
Ganz im Gegensatz dazu braucht man für eine Wasserpfeife Raum und Zeit - beides Dinge die man in letzter Zeit immer weniger hat.
Da es der augenblickliche Zeitgeist wieder zuläßt, dass man sich für sich selber Zeit nimmt, ist auch die Wasserpfeife und das Rauchritual wieder in Mode gekommen.
Zugegebenerweise ist es eine wahre Wohltat, wenn man sich in Ruhe auf das Raucherlebnis vorbereiten kann und dann die Shisha genießen kann. Alle Störungen und alle Hetze bleiben außen vor und man genießt die Entspannung.