Weltreise
Shisha in Ägypten
In Ägypten existiert die Kultur des Shishrauchens seit Anfang des 17. Jahrhunderts. Heutzutage ist die Shisha dort im öffentlichen Leben so präsent wie in keinem anderen Land der Erde, man könnte beinahe meinen, sie sei neben den Pyramiden zu einem zweiten offiziellen Identifikationssymbol des Landes geworden. Ob in Kaffeehäusern, Bars, Büros, Hotels, man kann sie überall antreffen.
Shisha in Griechenland
Der Kulturkontakt zwischen Griechenland und der Türkei war schon immer sehr fruchtbar, wenn auch immer sehr konfliktträchtig. Die türkische Tradition des Shisharauchens wurde daher auch nach kürzerster Zeit nach Griechenland exportiert. Bis zu anfang des letzten Jahrhunderts konnte man problemlos in jeder kleinen Hafenkneipe oder in Piräus einen starken türkischen Kaffee bestellen und dazu eine Shisha rauchen.
Shisha in der Türkei
In der Türkei waren noch zu Anfang des letzten Jahrhunderts die Shisha-Raucher in der Öffentlichkeit so zahlreich wie die Zigarettenraucher und Teetrinker. Heute sind die Shisha-Cafés selbst in den großen Städten weniger geworden, sind außerdem oft nicht mehr die traditionellen Kaffeehäuser, die sie einmal waren, sondern eher Touristenattraktionen, die in billigem Dekor und mit billigen Shishas.
Shisha in Palästina
Die Palästinenser sind seit mehr als fünfzig Jahren eingesperrt zwischen unsicheren Staatskonstrukten, in denen zwar Mobilfunknetze und Internet eine kulturelle Normalität sind, Essen und Treibstoff aber regelmäßig knapp werden. Sie bewahren mit der Narghile, wie die Shisha in Palästina genannt wird, ihre kulturelle Identität und ihren Zusammenhalt.
Shisha in Jemen
Ist man als Tourist im Jemen unterwegs, könnte man beinahe meinen, dass es in diesem Land gar keine Wasserpfeifenkultur gibt - Sie ist, anders als die Shisha in vielen arabischen Ländern, eher auf den privaten Bereich fixiert und nicht eines der kulturellen Repräsentationsobjekte, die man in jedem Kaffeehaus und Restaurant zu Gesicht bekommt.
Shisha in Jordanien
Vor allem im westlichen Teil der Hauptstadt von Jordanien, Amman, sind sogenannte "Coffee-Shops" mit ausladenden Terrassen und reichhaltiger Dekoration weit verbreitet. Das liegt vor allem daran, dass die westlichen Viertel von Amman die reicheren Viertel der Stadt sind. Der östliche Teil, quasi das "Downtown"-Amman, beherbergt eher kleine, orientalisch-verschachtelte Kaffeehäuser, in denen Shisha geraucht werden kann. Backgammon gehört hier weniger zur Kaffeehauskultur, Kartenspielen schon eher.
Shisha in Tunesien
Bevor die Shisha in den 70ern den Weg zurück nach Tunesien fand, war dort eher die gûza, in Tunesien auch "rguila" genannt, verbreitet. Sie wurde hauptsächlich zum Konsum von Marihuana und dem daraus gewonnenen Haschisch verwendet.
Shisha in Afghanistan
Nach mehr als 20 Jahren Krieg, geführt von verschiedenen Parteien mit verschiedenen Zielen, unter dem aber immer die einfache Bevölkerung Afghanistans leiden musste, ist die Shisha für viele ein Symbol der lange vergangenen friedlichen Zeit.
Shisha in Libanon
Im Libanon ist die Shisha quer durch alle Gesellschaftsschichten sehr populär. Männer rauchen sie ebenso wie Frauen, junge Leute ebenso wie ältere Leute. Es ist sogar so, dass die Shisha ein Symbol für das gemütliche Zuhause und das familiäre Zusammenleben ist.
Shisha in Syrien
Syrien beheimatet eine florierende Shisha-Industrie. Nicht wenige werden selbst eine Shisha aus Syrien besitzen, die Exportquoten sind sehr hoch. Auch die Zahl der Länder, in die die oft kunstvoll verzierten Narghilés aus Sysrien exportiert werden, steigt ständig, es gibt sogar Geschäfte, die sich exklusiv auf den Vertrieb syrischer Wasserpfeifen spezialisiert haben.