Shisha & Wasserpfeifen-Tabak
Der Wasserpfeifen Tabak ist im Grunde genommen auch nur ein Tabak wie jeder andere, käuflich zu erwerbende Dreh- oder Pfeifentabak. Dennoch ist er nicht mit ihnen vergleichbar: Auf die Inhaltsstoffe kommt es an.
Im Vergleich zu anderem Tabak ist Shishatabak ein extrem feuchter Tabak; sein Feuchtegehalt beträgt bis zu 30%. Darauf beruht auch das Prinzip der Shisha. Der Tabak wird verdampft und nicht verbrannt. Da jedoch die deutsche Tabakverordnung verbietet, dass Tabak mit mehr als 5% Feuchthaltemittel verkauft wird und der Zoll die Einfuhr solchen Tabaks seit 2004 unterbindet, ist man als Shisharaucher ziemlich aufgeschmissen. Denn mit nur 5% Feuchtigkeit lässt sich kaum etwas verdampfen. Damit bleiben der Qualm und somit auch der Rauchgenuss beinahe gänzlich aus. Doch was soll man tun, wenn man nicht illegalerweise den unverzollten Shisha-Tabak aus dem marokkanischen Geschäft in der Seitenstraße kaufen will?
Ganz einfach: Selbst anfeuchten!
Zunächst einmal sollte man wissen, dass der Shishatabak grundlegend aus Tabak besteht (Macht auch irgendwie Sinn.) Der Geschmack und die Farbe kommen durch die zugesetzen Aromen zustande. Zusätzlich ist noch Melasse enthalten; für uns wichtig ist das Feuchthaltemittel Glycerin.
Wenn der hier gekaufte Tabak nur noch 5% des Glycerins enthält und wir auf ca. 25-30% kommen wollen, müssen wir folglich dieses Glycerin selber in den Shishatabak hineinmischen.
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Man braucht dazu:
- zu trockenen Shishatabak
- Glycerin
- evtl. Melasse
- evtl. Honig
Neben Headshops bekommt man Melasse in Reformhäusern, Glycerin gibt es in den meisten Apotheken. Und keine Angst, Glycerin ist nicht giftig oder gar explosiv. Es handelt sich hierbei nur um ein vorzügliches Schmier- und Feuchthaltemittel. (Die Mengenangaben beziehen sich im Folgenden auf ein kleines Päckchen Tabak von 50 g) Man nimmt nun seinen Shishatabak und gibt ihn in eine kleine Schüssel. Dazu gibt man dann ca. 2-3 Teelöffel Glycerin. Das ganze muss nun gut durchgeknetet werden, bis der Tabak das gesamte Glycerin aufgenommen hat und schön feucht und matschig ist. Sollte der Tabak immer noch zu trocken erscheinen, kann man einfach nochmal etwas Glycerin nachgießen und die ganze Prozedur wiederholen. Im Grunde ist der Tabak nun, nachdem man ihn wieder eingepackt und für 24 Stunden hat ziehen lassen, fertig um geraucht zu werden. Diese Methode lässt sich jedoch noch verfeinern: Anstatt nur das Glycerin zuzugeben, kann man ca. 2/3 Glycerin zugeben und den Rest an Honig und/oder Melasse. Das rundet den Rauch etwas ab. Wer es mag, kann auch ein wenig mehr Honig dazugeben. Dadurch wird der Geschmack noch etwas voller. Aber Vorsicht: Wer es übertreibt, bekommt Kratzetabak.
Im Handel gibt es auch fertige Tabakrefresher. Diese müssen einfach nur in der angegebenen Menge zu dem Tabak gegeben werden und enthalten meist noch ein eigenes Aroma. Sie bestehen jedoch aus den gleichen Zutaten wie die oben angegebene Mischung und kosten viel Geld. Andererseits erspart man sich ein wenig Arbeit. Welche der beiden Möglichkeiten man verwendet bleibt letztendlich jedem selber überlassen.
Mit dem beschriebenen Verfahren lässt sich dann auch theoretisch aus normalem Rauch- oder Pfeifentabak Shishatabak herstellen. Man sollte diesen dann aber zunächst nur etwas anfeuchten, dann ziehen lassen und dann auf den endgültigen Glyceringehalt bringen. Hier hat man dann auch freie Wahl, was den Geschmack betrifft. Man kann aromatisierten Tabak verwenden, oder selbst Aromen hinzufügen, wie Kaffee, Rosenblüten, Orangenschalen, Gewürze usw. usf.
Letztendlich muss es nicht einmal Tabak sein. Denn im Prinzip dient der Tabak bei der Shisha nur als Trägermaterial für Glycerin und Aromen. Man könnte also durchaus auch mit anderen Kräutern oder Tees experimentieren.
Die Gesundheitsgefährdung, die vom Shishatabak ausgeht ist nicht unbedingt geringer als die von Zigarettentabak. Sindbad Shishatabak ist in den letzten Monaten ausdrücklich für seine relativ gesunde Wirkung gelobt worden. Wenn man also im Bereich Shisha-Tabak von Gesundheit sprechen kann, dann am ehesten bei Sindbad.